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Kurskategorie Advanced
Kurs

Die natürliche Wiederherstellung von Ästhetik und Funktion
Praktischer Arbeitskurs für Zahnärzte und Zahntechniker (Modul II)

Praktischer Arbeitskurs für Zahnärzte und Zahntechniker

Kurs PM2Dr. Siegfried Marquardt, ZTM Udo Plaster, Ralf Hergenroether

Ästhetische und zugleich funktionelle Lösungen sind in der prothetisch-restaurativen Zahnmedizin eine Herausforderung. Die Modellsituation im Artikulator mit mittelwertigen Einstellungen anstelle patientenindividueller Parameter spiegelt meist nicht die klinische Situation des Patienten wider. Andererseits gelingt es auf herkömmlichen Wegen nur unzulänglich, die patientenindividuelle Lage des Oberkiefers und damit die richtige Okklusionsebene zu bestimmen.

Das PlaneSystem®  erlaubt die Erfassung relevanter Patientenebenen ohne Transferbogen. Informationen, die mittels eines an der Bipupillarlinie ausgerichteten und in den äußeren Gehörgängen fixierten Transferbogens abgenommen werden, bergen das Risiko von Ungenauigkeiten und Fehlern, die der Zahntechniker am Modell nicht mehr erkennen kann. Ebenso wenig können durch eine Transferbogenübertragung funktionelle Nahkontakte in der Dynamischen Okklusion hinreichend realistisch dargestellt werden. Auch eine Asymmetrie der Okklusionsebene in der rechten und linken Oberkieferhälfte ist über einen herkömmlichen Transferbogen nicht dedektierbar.

Das PlaneSystem® hingegen ermöglicht 

  • die Registrierung der patientenindividuellen Lage des Oberkiefers
  • die Bestimmung der Mitte und 
  • der individuellen, rechts und linksseitigen teils verschiedenen Okklusionsebenen in räumlich korrekter Zuordnung sowie 
  • die referenzierte Übertragung dieser Informationen in einen Artikulator. 

Damit kann bereits in der Gestaltungphase einer Versorgung die natürliche Funktionsweise des stomatognathen Systems eines Patienten individuell und damit genauer als bisher imitiert werden. Ausgangspunkt der Vermessung und der Erfassung von Asymmetrien mit dem PlaneSystem® ist die Definition einer exakt reproduzierbaren horizontalen Ebene und vertikalen Linie im Gesicht des Patienten. Die True Horizontal Line als referenzierbare Null-Ebene und die True Vertikal Line als referenzierbare Senkrechte werden über die natürliche Kopfhaltung (Natural Head Position) eines Patienten ermittelt. Eine weitere Referenzlinie ist die beidseitig erfasste Ala-Tragus-Linie, die weitestgehend parallel zu den beidseitigen Okklusionsebenen verläuft. Eine unterschiedliche Neigung wird im PlaneSystem® als Winkel zwischen der Null-Ebene und der Ala- Nasis-Linie (Verbindungslinie vom Ala nasi zum Tragus) dargestellt

Zielgruppe

Deutsch


Termin

Freitag, 21. September 2018, 09.00 Uhr - 19.00 Uhr
Samstag, 22. September 2018, 09.00 Uhr - 17.00 Uhr


Ort

Z.a.T. Fortbildungs GmbH, Adelhofstraße 1, Tegernsee


Dr. Siegfried Marquardt

Dr. Siegfried Marquardt , Tegernsee • Studium und Approbation an der LMU München. Seit 1996 eigene Praxis mit Schwerpunkt Parodontologie, Implantologie, Perioprothetik, ästhetische und funktionelle Zahnmedizin. Gründer und GF der Z.a.T. Fortbildungs GmbH. 2001 erster Spezialist in Deutschland für Ästhetische Zahnheilkunde (DGÄZ) sowie Spezialist für Implantologie (BDIZ-EDI, EDA). Internationaler Referent auf den Gebieten der ästhetisch-funktionellen Zahnmedizin und Implantologie. Mitglied AAP, DGI, DGP, EAED (aktiv), DGÄZ. Mitglied und Gründer des SSC Tegernsee. Dozent der APW/DGZMK sowie des Masterstudiengangs der DGÄZ/Uni Greifswald. Vizepräsident der DGÄZ und Kongresspräsident des IFED World-Congress 2013.

ZTM Udo Plaster

ZTM Udo Plaster , Nürnberg • Meisterprüfung 1997 und Gründung des Labors Plaster Dental-Technik. Tätigkeitsschwerpunkt: Ästhetischfunktioneller Zahnersatz, ganzheitlich gefertigt. Referent im In- und Ausland, vor allem zu den Themen Gnathologie und Keramik-Restaurationen (Bester Vortrag 2007 ADT - Jahrestagung). Erfinder des PlaneSystems. 2011 Entwicklung "VisualFunction"-2013. Entwicklung "PlaneSystem" (patentiert) in Zusammenarbeit mit Zirkonzahn (analoger & virtueller Artikulator) - PlaneAnalyser-Zirkonzahn-Zebris. 2016 1 Platz "Smile Award" / Ivoclar. Dozent des Masterstudiengangs der Uni Greifswald Digitale Dentaltechnologie.

 Ralf Hergenroether

Ralf Hergenroether , Nürnberg • Dipl. Sportlehrer, Physiotherapeut, Osteopath, Manualtherapeut, ICAK-Applied Kinesiology, Leistungssportbetreuer (u.a. mit K. Eder), Chiropraktiker. Über 20 Jahre Berufserfahrung und seit der Niederlassung in eigener Praxis vor 13 Jahren u.a. Spezialist für Kiefergelenkstherapien und Kinesiologie.


Themen

Aufbauend auf Modul I wird die Übertragung der natürlichen Ebene (NHP) analog und virtuell mit dem Plane-System vertieft. Im Mittelpunkt stehen dabei:

  • Wie wird das Erlernte in das alltägliche Praxiskonzept integriert?
  • Welche Bedeutung hat die KFO für das rekonstruktive Ergebnis?
  • Welche Konsequenzen in der Planung haben die gefunden Funktionsstörungen und wie beseitige ich diese in der anstehenden Rekonstruktion?
  • Welche Bedeutung hat der Physiotherapeut / Osteopath bei der Vorbehandlung und während der zahnärztlichen Therapie?
  • Wie transferiere ich die eingestellte, physiologische vertikale Höhe auf die definitive Prothetik?
  • Welche reproduzierbaren Übertragungsmöglichkeiten gibt es bei Freiende und Implantatrekonstruktionen?
  • Eigene Praxisfälle können diskutiert werden.
  • Anhand zahlreicher Patientenfälle werden eine Vielzahl von Problemkreise erörtert.
  • Anhand eines Live-Patientenfalls werden die praxisrelevanten Aspekte praktisch dargestellt werden.
  • Die exakte und reproduzierbare Umsetzung der gefundenen vertikalen Höhe mit sog. „Table Tops“.
  • Einfluss der modernen CAD / CAM Verfahren auf die minimalinvasiven Restaurationsnotwendigkeiten
  • Der virtuelle Artikulator - Dichtung oder Wahrheit - was ist heute möglich?

Hands-on

Modellanalysen, Gegenseitige Übungen, Live-Patient, Diagnose/Therapiemöglichkeiten durch Physiotherapeut demonstriert


Sprache

Deutsch

Teilnehmerzahl

Maximal 24 Personen


Kursgebühr

EUR 1590,- zzgl. Mwst.
Enthalten: Kursunterlagen, Skript und diverses Übungsmaterial. Mittagessen, Getränke und Kaffeepausengebäck. Instrumente können nur zum Teil gestellt werden. Eine detaillierte Liste mit den mitzubringenden Utensilien für die praktischen Übungen wird rechtzeitig zugesandt.


Zertifizierung

20 Fortbildungspunkte (gemäß DGZMK und BZÄK)
Berwertung 4 Sterneherausragender Kurs, sehr empfehlenswert (SFZ)
Der Kurs wird von der EDA und der DGÄZ anerkannt.

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